Länder & Regionen
Weinland Spanien
Von den Pyrenäen bis nach Andalusien: Spanien steht für eine Weinkultur, die eng mit ihren Landschaften und regionalen Traditionen verbunden ist. Küstenregionen, Flusstäler und weite Hochebenen prägen die Bedingungen für den Weinbau. Heimische Rebsorten und die Erfahrung der Winzer geben den Weinen ihr eigenes Profil.
Die Entdeckungsreise führt von Rioja und Navarra im Norden über die Weinberge von Rueda bis in die weiten Landschaften von Castilla-La Mancha. Jede Region eröffnet eine eigene Perspektive auf das Weinland Spanien – von frischen Weißweinen über fruchtbetonte Rosés bis zu charaktervollen Rotweinen.
Unsere spanischen Partnerweingüter bringen diese Vielfalt in unser Sortiment. Die Karte zeigt Ihnen, wo ihre Weine entstehen. Lernen Sie die einzelnen Betriebe kennen und entdecken Sie passende Weine für Ihr Fachhandelssortiment.
Spanien auf einen Blick
- autonome Regionen
- 17
Weinbau in allen Regionen des Landes.
- Rebfläche insgesamt
- 991.000 ha
Weltweit größte Rebfläche. Rund 13 % der weltweiten Rebfläche.
- Weinproduktion 2025
- 28,7 Mio. hl
Drittgrößter Weinproduzent der Welt nach Menge.
Fläche und Produktion: vorläufige Daten für 2025, OIV, Mai 2026. Rebfläche einschließlich Tafel- und Trockentrauben. Regionen und Weinbau: Federación Española del Vino.
Spaniens Weinregionen entdecken

Nordspanien
Von Galicien bis Rioja und Navarra
Nordspaniens Weinlandschaft reicht von der Atlantikküste Galiciens bis zu den Anbaugebieten am Ebro. In Rías Baixas prägt Albariño frische, aromatische Weißweine. Weiter östlich steht Rioja besonders für Rotweine aus Tempranillo, die jung oder mit längerer Reifezeit unterschiedliche Facetten zeigen. Navarra ergänzt die Vielfalt mit traditionsreichen Roséweinen sowie Rot- und Weißweinen. Zwischen grünen Küstenlandschaften, Flusstälern und trockeneren Gebieten im Landesinneren entstehen Weine, deren Charakter eng mit dem jeweiligen Klima, den Böden und regionalen Traditionen verbunden ist.

Zentralspanien
Tempranillo und Verdejo aus dem Hochland
Das spanische Hochland verbindet weite Landschaften mit traditionsreichen Weinregionen. In Ribera del Duero bildet Tempranillo die Grundlage vieler charaktervoller Rotweine. Das nahe gelegene Rueda ist vor allem für Weißweine aus Verdejo bekannt, die Frucht, Kräuternoten und Frische vereinen. Weiter südlich gehören Airén und Tempranillo zu den typischen Rebsorten La Manchas. Heiße Sommertage, kühle Nächte und unterschiedliche Höhenlagen prägen vielerorts die Bedingungen. So zeigt Zentralspanien ein breites Spektrum vom frischen Weißwein bis zum kräftigen, im Holz gereiften Rotwein.

Mittelmeer und Süden
Von Katalonien bis Andalusien
Entlang der spanischen Mittelmeerküste und im Süden treffen unterschiedliche Weintraditionen aufeinander. Im katalanischen Penedès liegt der historische Ursprung des Cava, der nach der traditionellen Methode entsteht. Weiter südlich, etwa in Jumilla, prägt Monastrell viele ausdrucksstarke Rotweine. Andalusien ergänzt die Vielfalt mit den Sherrys aus der Region Jerez, vom trockenen Fino bis zum süßen Pedro Ximénez. Zwischen Küstenlandschaften, trockenem Hinterland und höher gelegenen Anbaugebieten zeigt sich eine große Bandbreite an Weinstilen, geprägt von regionalen Rebsorten und über Generationen gewachsenen Traditionen.
Tradition & Herkunft
Weinbau und Geschichte
Spaniens Weinkultur reicht bis in die Antike zurück. Phönizische Händler förderten den Weinbau an der südlichen Küste der Iberischen Halbinsel. Unter den Römern gewannen Anbau und Handel weiter an Bedeutung: Weine aus dem heutigen Spanien wurden über das Mittelmeer verschifft und in verschiedenen Teilen des Reiches geschätzt. Wein entwickelte sich damit früh zu einem wichtigen Wirtschafts- und Kulturgut.
Auch im Mittelalter blieb der Weinbau erhalten. In Andalusien wurde selbst unter maurischer Herrschaft weiterhin Wein erzeugt. Später stärkten Handelsbeziehungen mit England und anderen europäischen Ländern die Bedeutung spanischer Weine. Besonders Jerez entwickelte sich zu einem wichtigen Zentrum, dessen Weine eng mit Seefahrt und internationalem Handel verbunden waren. Hintergrund: Consejo Regulador Jerez
Von der feuchten Atlantikküste Galiciens bis zu den hoch gelegenen Weinbergen am Duero unterscheiden sich die Anbaubedingungen erheblich. Während im Nordwesten maritime Einflüsse prägen, wechseln sich im Landesinneren warme Tage und kühle Nächte ab. Über Generationen entstanden daraus eigenständige Weinstile: Albariño ist eng mit Galicien verbunden, Tempranillo prägt zahlreiche Rotweine am Duero. Hintergrund: ICEX – Galicien, Duero
Ein wichtiger Schritt zum modernen Herkunftsschutz erfolgte 1925 mit der Anerkennung der Ursprungsbezeichnung Rioja. 1991 erhielt die Region als erste Spaniens den DOCa-Status – die „Denominación de Origen Calificada“. Herkunftsbezeichnungen wie DO und DOCa verbinden abgegrenzte Anbaugebiete mit verbindlichen Vorgaben zu Rebsorten, Erträgen und Weinbereitung. Sie bewahren damit die Herkunft und den regionalen Charakter der Weine. Hintergrund: Consejo Regulador Rioja
Wie eng Weinbau und Landschaft zusammengehören, zeigt die Ribeira Sacra in Galicien. In den steilen Flusstälern von Miño und Sil verlangt die Bewirtschaftung der Weinberge bis heute viel Handarbeit. Kleine Betriebe verbinden dort überlieferte Arbeitsweisen mit moderner Kellertechnik. Solche Kulturlandschaften stehen beispielhaft für Spaniens Weinbau: regional verwurzelt, handwerklich geprägt und zugleich offen für Weiterentwicklung. Hintergrund: ICEX – Ribeira Sacra
Unsere Weingüter in Spanien
Lernen Sie eine Auswahl unserer französischen Partnerweingüter kennen. Entdecken Sie die Menschen und Betriebe hinter den Weinen und finden Sie passende Ergänzungen für Ihr Sortiment.
Alconde
Dominio de Punctum
Pórtico Mayor
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