Italien · Piemont
Paolo Manzone

Weingut im Überblick
Paolo Manzone sitzt in Serralunga d’Alba, einem der renommierten Ursprungsorte des Barolo. Im Mittelpunkt des Familienweinguts von Paolo und Luisella Manzone steht die Lage Meriame: Die Weinberge rund um die Cascina befinden sich seit Generationen im Besitz von Luisellas Familie. 1999 entschied sich Paolo, seine langjährige Tätigkeit als Önologe und Berater aufzugeben und sich vollständig dem eigenen Weingut zu widmen.
Nebbiolo ist der klare Protagonist des Sortiments, ergänzt insbesondere durch Barbera. Alte Reben, humusreiche Böden, spontane Angärung und lange Reifezeiten prägen die Arbeitsweise. Vom Langhe Rosso über Barbera und Nebbiolo d’Alba bis zu mehreren Barolo-Interpretationen zeigt Manzone ein fokussiertes Bild der Langhe mit Meriame an der Spitze.
Sortiment und Stil
Bei Paolo Manzone steht Nebbiolo in seiner anspruchsvollsten Form im Mittelpunkt. Die Barolo aus Serralunga d’Alba verbinden rote Kirsche, Rose und Veilchen mit Kräutern, Gewürzen und der charakteristischen Verbindung aus lebendiger Säure und festem, feinkörnigem Tannin. Mit zunehmender Reife entwickeln sich Tabak, erdige und balsamische Nuancen, ohne dass die Frucht vollständig in den Hintergrund tritt. Barbera setzt dazu einen saftigeren, dunkelfruchtigen und tanninärmeren Kontrapunkt. Manzones Weine zeigen Barolo nicht über Opulenz, sondern über Spannung, Struktur und die Fähigkeit, sich über Jahre weiterzuentwickeln.
Herkunft und Herstellung
Meriame ist der zentrale Herkunftsbaustein des Weinguts: Die alten Nebbiolo-Reben stehen auf kalk- und tonhaltigen Böden in Serralunga d’Alba. Manzone arbeitet mit wenigen Eingriffen, spontaner Angärung und langen Reifezeiten. Besonders ungewöhnlich ist die Barolo Riserva, die nach dem Holzausbau zusätzlich in Amphoren reift – ein eigenständiger Ansatz innerhalb eines ansonsten stark von der klassischen Barolo-Tradition geprägten Sortiments.
Gut zu wissen
Der Barolo Meriame stammt ausschließlich aus dem gleichnamigen Cru in Serralunga d’Alba, dessen Nebbiolo-Reben rund 70 Jahre alt sind. Der bei Pellegrini geführte Jahrgang 2021 erhielt im Gambero Rosso 2026 die Tre Bicchieri und bei Bibenda 5 Grappoli.
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