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Weinwissen

Châteauneuf-du-Pape

Châteauneuf-du-Pape ist eine eigenständige Appellation der südlichen Rhône für Rot- und Weißwein. Bekannt sind die großen Rollkiesel und die traditionell genannten 13 Rebsorten. Beide Merkmale brauchen eine genaue Einordnung: Nicht alle Weinberge sind von Kieseln geprägt, und eine Cuvée muss keineswegs alle zugelassenen Sorten enthalten.

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Châteauneuf-du-Pape
Châteauneuf-du-Pape

Herkunft und Grundlagen

Eine eigenständige Rhône-Appellation

Das Gebiet liegt am linken Rhône-Ufer nördlich von Avignon und umfasst Flächen in Châteauneuf-du-Pape, Bédarrides, Courthézon, Orange und Sorgues. Die Herkunft wurde 1936 als AOC anerkannt und gehört zu den frühen französischen Appellationen. Erzeugt werden stille Rot- und Weißweine; Rosé gehört nicht zu dieser Herkunft. Inter Rhône: Châteauneuf-du-Pape

Mehr als Galets roulés

Die runden Kieselsteine, Galets roulés genannt, sind ein bekanntes Landschaftsmerkmal. Daneben gibt es sandige Böden, Kalkformationen und Saffres, sandige Gesteinsbildungen. Unterschiede in Untergrund, Wasserhaushalt und Exposition prägen die einzelnen Parzellen. Ein ausschließlich über Rollkiesel erklärtes Terroirbild wird der Appellation daher nicht gerecht. Syndicat Châteauneuf-du-Pape: Geologie und Terroirs

Grenache und die Vielfalt der Sorten

Grenache spielt besonders bei den Rotweinen eine zentrale Rolle. Syrah und Mourvèdre sind wichtige Partner; auch weniger verbreitete Sorten wie Counoise, Cinsault oder Vaccarèse gehören zum Spektrum. Die Erzeuger können die zugelassenen Sorten unterschiedlich kombinieren und dadurch eigenständige Profile entwickeln. Syndicat Châteauneuf-du-Pape: Die Rebsorten

Einordnung und Erzeugung

Handlese und Auswahl der Trauben

Die Trauben werden von Hand gelesen und selektiert. Der vergleichsweise niedrige zulässige Ertrag gehört zum Regelwerk der Appellation. Entscheidend ist dabei die Eignung des Leseguts: Reife, Gesundheitszustand und die Auswahl im Weinberg bilden die Grundlage für die anschließende Weinbereitung. Syndicat Châteauneuf-du-Pape: Weinbereitung und Ausbau

Weinbereitung mit unterschiedlichen Verfahren

Bei Rotwein können die Trauben vollständig, teilweise oder gar nicht entrappt werden. Für Gärung und Maischestandzeit kommen unter anderem Beton, Edelstahl und Holz infrage. Verschiedene Sorten oder Parzellen können gemeinsam vergoren oder zunächst getrennt vinifiziert und später assembliert werden. Daraus entstehen unterschiedliche Möglichkeiten der Struktur- und Aromagestaltung. Syndicat Châteauneuf-du-Pape: Weinbereitung und Ausbau

Châteauneuf-du-Pape blanc

Die weiße Variante besitzt einen eigenen Charakter innerhalb derselben Appellation. Grenache Blanc, Clairette und Roussanne sind wichtige Rebsorten; weitere zugelassene weiße Sorten können hinzukommen. Zusammensetzung und Ausbau unterscheiden sich nach Erzeuger. Weißer Châteauneuf-du-Pape ist daher nicht als einheitlicher Rebsortenwein zu verstehen. Syndicat Châteauneuf-du-Pape: Rot- und Weißweine

Fachwissen

Was die Zahl 13 bedeutet

Die traditionelle Angabe von 13 Rebsorten fasst bei einigen Sorten unterschiedliche Farbvarianten zusammen. Werden diese einzeln gezählt, ergibt sich eine höhere Zahl. Gemeint ist das zugelassene Spektrum, keine vorgeschriebene Rezeptur mit 13 Bestandteilen. Auch stark von einer einzigen Sorte geprägte oder reinsortige Weine sind möglich. Syndicat Châteauneuf-du-Pape: Die Rebsorten

Holz ist eine Ausbauentscheidung

Große Fuder, kleinere Holzfässer und andere Gebinde ermöglichen unterschiedliche Reifeverläufe. Ein Châteauneuf-du-Pape muss deshalb weder deutlich nach neuem Holz schmecken noch zwingend im Barrique ausgebaut sein. Für die fachliche Beschreibung sind das konkrete Gebinde, sein Alter und die Dauer des Ausbaus aussagekräftiger als eine pauschale Stilannahme. Syndicat Châteauneuf-du-Pape: Weinbereitung und Ausbau

Herkunft und Cuvée unterscheiden

Châteauneuf-du-Pape benennt die Appellation. Ein zusätzlicher Cuvéename beschreibt zunächst den jeweiligen Wein eines Erzeugers. Er ersetzt keine Information zu Parzellen, Rebsorten oder Ausbau. Auch innerhalb derselben Herkunft sind deshalb Unterschiede zwischen Böden und Rebsortenzusammensetzung für das Verständnis der Weine wesentlich. Syndicat Châteauneuf-du-Pape: Geologie und Terroirs

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Quellen und weiterführende Informationen