Primitivo und Zinfandel
DNA-Untersuchungen haben die genetische Identität von Primitivo, Zinfandel und den kroatischen Bezeichnungen Crljenak kaštelanski beziehungsweise Pribidrag nachgewiesen. Die Sortendatenbank der University of California, Davis führt Kroatien als Ursprungsland.
Die lange räumliche Trennung der Anbaugebiete kann allerdings zu Unterschieden zwischen klonalen Selektionen geführt haben. Die genetische Identität beschreibt daher die Rebsorte; sie bedeutet keine vollständige Gleichheit aller unter diesen Namen angebauten Pflanzen. UC Davis: Sortendaten Primitivo
Fruchtaromatik und Restzucker
Beschreibungen wie „reife Frucht“ geben keinen analytischen Zuckergehalt an. Für die Einordnung als trocken sind Restzucker und Gesamtsäure maßgeblich: Die OIV nennt höchstens 4 g/l Zucker beziehungsweise bis zu 9 g/l, wenn der Zuckergehalt die Gesamtsäure um höchstens 2 g/l übersteigt. Die Säure wird dabei als Weinsäure ausgedrückt. OIV: Definitionen zum Zuckergehalt
Das Regelwerk für Primitivo di Manduria DOC lässt bis zu 18 g/l Restzucker zu. Aus der Herkunftsbezeichnung allein lässt sich deshalb keine trockene Geschmacksrichtung ableiten. Produktionsregelwerk Manduria DOC
Alberello und das Alter der Reben
Alberello bezeichnet eine traditionelle Erziehungsform, bei der die Rebe als niedriger, verzweigter Einzelstock wächst. Der Begriff beschreibt den Aufbau der Pflanze. Eine Altersangabe ist damit nicht verbunden; Informationen über alte Reben müssen sich auf den konkreten Weinberg beziehen. Consorzio: Alberello
Racemi und die zweite Fruchtbildung
Als Racemi werden die späteren Trauben an Geiztrieben bezeichnet. Für Primitivo di Manduria DOC ist ihre Verwendung ausdrücklich ausgeschlossen; zugelassen sind ausschließlich Trauben aus der ersten Fruchtbildung. Aussagen über eine mögliche zweite Ernte müssen deshalb von den Regeln der jeweiligen Herkunft getrennt werden. Produktionsregelwerk Manduria DOC, Artikel 4