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Weinwissen

Tempranillo

Tempranillo ist eine rote Rebsorte, die zahlreiche spanische Weinherkünfte prägt. Sie ermöglicht fruchtbetonte junge Weine ebenso wie strukturierten, länger gereiften Rotwein. Herkunft und Ausbau bleiben entscheidend: Der Sortenname allein legt weder einen bestimmten Fassgeschmack noch eine Reifekategorie fest.

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Tempranillo
Tempranillo

Herkunft und Grundlagen

Eine Rebsorte mit regionalen Namen

Tempranillo wird unter anderem als Tinto Fino, Tinto del País, Cencibel, Tinto de Toro und Ull de Llebre bezeichnet. Der Name verweist auf seine vergleichsweise frühe Reife. Diese regionalen Bezeichnungen helfen bei der Orientierung, beschreiben für sich genommen aber weder eine Reifestufe noch einen festen Ausbau. DOCa Rioja – Tempranillo

Standort und Reifeverlauf

In Ribera del Duero ist Tempranillo die wichtigste rote Sorte. Das ausgeprägte Binnenklima mit kalten Wintern und großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht beeinflusst den Vegetationsverlauf. Der örtliche Name Tinto Fino bezeichnet dort dieselbe Rebsorte. Herkunft, Witterung und Erntezeitpunkt prägen ihren jeweiligen Ausdruck. DO Ribera del Duero – Tempranillo und Klima

Einordnung und Erzeugung

Maischegärung und Extraktion

Bei der Rotweinbereitung bleiben Saft und feste Traubenbestandteile während der Gärung in Kontakt. Dauer und Führung der Maischegärung beeinflussen Farbe und Struktur. Neben der Verarbeitung entrappter Beeren kommen auch Verfahren mit ganzen Trauben vor. Kohlensäuremaischung kann besonders fruchtbetonte, für frühen Genuss bestimmte Weine ergeben. DOCa Rioja – Rotweinbereitung

Sortenrein oder als Assemblage

Tempranillo kann eigenständig ausgebaut oder mit anderen Sorten verbunden werden. In Rioja zählen Garnacha, Graciano und Mazuelo zu den etablierten Partnern. Die Zusammensetzung beeinflusst unter anderem Säure, Tannin und Aromatik. Für eine genaue Einordnung ist deshalb die tatsächliche Cuvée des Weins relevant. DOCa Rioja – Rebsorten

Der Einfluss des Holzes

Eichenart, Fassalter und Toastung beeinflussen, welche Aromen ein Fass an den Wein abgibt. Amerikanische und französische Eiche können unterschiedliche Akzente setzen; auch neue und mehrfach belegte Fässer wirken verschieden. Die Angabe einer Fassdauer allein beschreibt diese Ausbauentscheidungen deshalb nur unvollständig. Rioja Wine Academy – Fassausbau und Reifezeiten

Fachwissen

Fruchtaromen und Ausbauaromen unterscheiden

Beschreibungen von Tempranillo nennen häufig rote und dunkle Früchte, etwa Erdbeere und Pflaume. Vanille- oder Kakaonoten können sich im Zusammenhang mit längerem Ausbau entwickeln. Solche sensorischen Merkmale sind typische Möglichkeiten, keine verbindliche Aromaliste: Traubenreife, Herkunft und Kellerarbeit verändern das Gesamtbild. DOCa Rioja – Tempranillo

Tempranillo Blanco

Tempranillo Blanco geht auf eine natürliche Mutation zurück, die 1988 an einer roten Tempranillo-Rebe in Murillo de Río Leza entdeckt wurde. Es handelt sich um eine weiße Rebsorte. Der Begriff bezeichnet somit keinen weiß gekelterten Wein aus dunklen Tempranillo-Trauben; dafür ist die Herstellungsangabe Blanc de Noirs gebräuchlich. DOCa Rioja – Tempranillo Blanco

Frühe Reife und Trockenstress

Frühe Reife bedeutet nicht automatisch hohe Widerstandsfähigkeit gegen Hitze und Trockenheit. Der Rioja-Kontrollrat beschreibt Tempranillo als empfindlich gegenüber beiden Faktoren. Wasserverfügbarkeit und Temperaturverlauf verdienen daher besondere Aufmerksamkeit. Aus dem Sortennamen lässt sich nicht ableiten, wie eine einzelne Lage auf warme oder trockene Jahre reagiert. DOCa Rioja – Tempranillo

Unsere Weingüter

Tempranillo in unserem Sortiment

Portico Mayor Reserva DOCA Rioja
Portico Mayor Crianza DOCA Rioja
Portico Mayor Tinto DOCA Rioja
Pablo Claro Tempranillo V.T. Castilla (BIO DE-ÖKO-007)

Quellen und weiterführende Informationen